„Die Nutzung digitaler Arbeitsmittel wächst“

zetcom stellt sich auf die aktuelle Situation zum Coronavirus (COVID-19) ein. Was das für Kunden und Mitarbeitende bedeutet, erklärt Dominik Gertsch (Head of Sales und Marketing) im Interview.

Dominik, wie erlebt zetcom die aktuelle Situation zum Coronavirus?

Wir erleben es ähnlich wie viele andere Kollegen und Branchen auf der Welt. Als Unternehmen und Software-Dienstleister fragen wir uns, was das für unsere Kunden und unsere Märkte bedeutet. Und als Arbeitgeber treffen wir alle sinnvollen Massnahmen, um unsere Mitarbeitenden zu schützen. Geschäftsreisen und Termine bei Kunden reduzieren wir momentan auf das Nötigste. Unsere Kunden und Partner bitten wir dabei um Verständnis. Viele Meetings und Kundenprojekte halten wir nun digital ab. Unseren Kunden kommt das entgegen, denn auch sie sind ja von Reisebeschränkungen betroffen. Auch unsere Mitarbeitenden arrangieren sich sehr gut damit.

Stellt zetcom in betroffenen Ländern Unterschiede fest?

Grundsätzlich sind wir in den Ländern, in denen das Coronavirus sich zunächst sehr stark ausgebreitet hat, noch nicht breit vertreten. Ich denke hier an Italien und China. In Ländern wie Deutschland, der Schweiz und den USA reagieren die zuständigen Behörden ähnlich, wenn auch etwas zeitversetzt. Wir verfolgen die dadurch entstehenden lokalen Rahmenbedingungen und handeln entsprechend, um unsere Kunden und Mitarbeitenden bestmöglich zu informieren und zu unterstützen. Viele unserer Kunden haben ihre Häuser für den öffentlichen Betrieb vorrübergehend geschlossen.

Auf welche Veränderungen stellen sich Kunden ein?

Zu unseren Kunden gehören Museen und Sammlungen. Für sie stehen die Besucher im Zentrum. Und die bleiben nun aus. Das ist insgesamt für alle Kulturschaffenden ein herber Einschnitt. Intern versuchen unsere Kunden, einsatzfähig zu bleiben. Die direkten Anwender unserer Software arbeiten auch dann, wenn ihre Häuser den öffentlichen Betrieb einstellen. Sie pflegen Daten und treiben die digitale Erfassung ihrer Sammlungen voran. Dabei arbeiten sie zum Teil remote und mit virtuellen Tools. Damit verlagert sich vielerorts der Arbeitsbetrieb in den internen Bereich. Die Nutzung digitaler Arbeitsmittel wächst.

Welche Vorkehrungen trifft zetcom?

Die Vorgaben der lokalen und staatlichen Behörden ändern sich gerade von Woche zu Woche. Darauf stellen wir uns ein, um schnell reagieren zu können. Aktuelle Informationen und Transparenz sind für unsere Kunden sehr wichtig. Deswegen informieren wir über Newsletter und auch in direkten Rücksprachen. Wir haben Kunden, die unverzögert an Projekten festhalten und wir haben andere Kunden, die Tasks zurückstellen. In beiden Situationen unterstützen wir als IT-Dienstleister dabei, laufende Arbeiten aufrecht zu erhalten und da wo möglich auch zu fokussieren. Dazu nutzen wir Video- und Telefonkonferenzen oder Online-Trainings. Ein anderer Punkt sind geplante Veranstaltungen. Gerade haben wir eine User-Konferenz auf Herbst verschoben, die wir mit Kunden im März in Luzern veranstalten wollten. In Anbetracht der Situation in der Schweiz war dies eine nötige Vorsorgemassnahme.

Was sind die häufigsten Fragen, die Kunden aktuell stellen?

Kunden bitten uns, um das Aufsetzen virtueller Projekträume und Meetings. So können laufende Projekte fortgeführt werden. Hier bringen wir unsere Kunden genauso nah an unsere Software heran, wie in einem physischen Meeting. Kunden fragen uns aber auch, welche Infrastruktur und Hardware wir für virtuelle Meetings einsetzen und ob wir damit kompatibel für ihre Infrastruktur sind. Andere Kunden bitten uns darum, bestehende Lizenzen auf ihre zetcom-Software zu erweitern. Da sie ihre Ressourcen gerade auf interne Arbeiten verlagern, greifen nun mehr Anwender auf die Software zu.

Sind Eure Kunden auf virtuelle Meetings vorbereitet?

Da gibt es Unterschiede. Nicht jeder Kunde hat aufgrund seiner IT-Infrastruktur die nötigen Zugriffsrechte, um Meeting-Tools wie Microsoft Teams, Skype oder Zoom einsetzen zu können. Bei anderen Kunden sind diese Tools bereits integriert. Insgesamt geht der Trend aber klar in Richtung virtueller Kollaboration.

Wie können Kunden die aktuelle Ausnahmesituation am besten nutzen?

Einer unserer Kunden nutzt gerade die freiwerdenden Ressourcen seiner Expertinnen, um die vertiefte Erfassung seiner Kunstobjekte zu beschleunigen und anschliessend auf ihre Website zu bringen. Dieser Kunde erweitert also das digitale Angebot für die Öffentlichkeit, während der physische öffentliche Betrieb eingestellt ist.

Wie unterstützt zetcom diesen Kunden dabei?

Zunächst haben wir die Anzahl der Nutzerlizenzen für die Software MuseumPlus temporär aufgestockt, um die erhöhten Arbeiten auf Kundenseite zu ermöglichen. Anschliessend wünschte die Taskforce des Kunden eine Anpassung der Nutzeroberfläche. Im Datenfeldkatalog von MuseumPlus sollte ein Zusatzfeld für eine Online-Objektbeschreibungen hinzugefügt werden. Unsere Software erlaubt Konfigurationen wie diese problemlos. Damit konnten wir dem Kunden sehr schnell ein passendes Arbeitswerkzeug bereitstellen.

Services wie diese sind nur mit gesunden Mitarbeitenden möglich. Welche Vorsorgemassnahmen trifft zetcom für seine Mitarbeitenden?

Für uns ist das ein wichtiges Thema. Wir treffen alle Vorkehrungen, um die Gesundheit unserer Mitarbeitenden zu schützen. In unseren Niederlassungen befolgen wir die Vorgaben der staatlichen Behörden. Aktuell bitten wir unsere Mitarbeitenden, im Homeoffice zu arbeiten. Auch für Mitarbeitende, die nun ihre Kinder daheim betreuen müssen, weil Schulen und Betreuungseinrichtungen schließen, finden wir gute Lösungen. Alle Meetings führen wir nun virtuell durch. Insgesamt stellen wir fest, dass unsere interne Arbeitswelt und unsere IT-Umgebung auf all das bestens vorbereitet sind. Wir haben auch vorher schon virtuell und in flexiblen remote-Formen gearbeitet.

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